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15.07.2008

Quelle: http://www.mainpost.de

WERNECK

Zehn Millionen für mehr Lebensqualität

Massive Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen am Kreisalten- und Pflegeheim auf der Zielgeraden

Als moderner, wohnlicher und vor allem leistungsfähiger Großkomplex präsentiert sich das Kreisalten- und Pflegeheim am Spitalberg. Rund zehn Millionen Euro hat der Landkreis in die Erweiterung und Neustrukturierung des Heims investiert. 464 000 Euro Investitionskostenhilfe hat der Freistaat beigesteuert. Die dreieinhalbjährige intensive Bauphase ist nun mit der offiziellen Einweihung abgeschlossen worden.

Seit zwei Jahren fertig und bezogen ist der Neubautrakt des Kreisaltenheims (links).
Am Altbau (rechts) ist die intensive Bauphase ebenfalls abgeschlossen, Restarbeiten dauern noch bis zum Jahresende.

Text + Foto Gabi Kriese  

Landrat Harald Leitherer hielt im Beisein zahlreicher Bürgermeister und Kreisräte, Vertreter der Bezirksregierung, der Landkreisverwaltung, des Verwaltungsrats der Betreiber-GmbH, des Heimbeirats, der Heimmitarbeiter und natürlich der am Bau beteiligten Architekten und Baufirmen eine Rückschau: Das ursprüngliche Altenheim war 1968 / 1970 neben dem Kreiskrankenhaus errichtetet worden, das 1974 aufgelöst und als Pflegeheim dem Altenheim angegliedert wurde.

Erweiterung

20 Jahre später stand die erste umfassende Sanierung und Erweiterung an, die 30 Millionen Mark verschlang. Der seit 2002 geplante neue Heimtrakt mit 55 Betten wurde im November 2004 begonnen. Mit dessen Fertigstellung im Juni 2006 startete die substanzielle Umstrukturierung der bestehenden, siebenstöckigen Altbauten, wo an einigen wenigen Stellen die Bauarbeiten noch bis Jahresende andauern werden. Ein neuer Verbindungsbau führt nun „Haus I“ und „Haus II“ auf

sechs Ebenen zusammen, um eine sinnvolle und wirtschaftliche Organisation der Stationsbereiche zu ermöglichen. Da die Zimmer der 213 Bewohner in Größe, Ausstattung und Raumaufteilung nicht mehr den Ansprüchen der Zeit entsprachen, gab es auch hier massive Umbauten: Aus der Fläche von bisher drei Wohneinheiten wurden zwei neue geschaffen. Diese sind großzügiger, heller, mit jeweils eigenem Sanitärbereich, barrierefrei und rollstuhlgerecht ausgestattet. Neue Aufenthalts-, Therapie- und Gymnastikräume stehen im Altbau zur Verfügung.

Während im Altbau des Kreisaltenheims 55 Betten durch die räumliche Umstrukturierung entfielen, entstand im Neubau exakt die gleiche Anzahl neuer Einzelzimmer. Für Geduld, Verständnis und Toleranz von Bewohnern und Belegschaft bedankte sich Leitherer ebenso wie die Geschäftsführerin Simone Falkenstein:

Die lange Zeit der Bautätigkeit sei nicht einfach gewesen, man habe unter sehr erschwerten Bedingungen gelebt und gearbeitet. Doch nun gebe es Grund zur Freude, das Ergebnis sei wunderschön geworden, so Falkenstein.

„Die Zeit der Provisorien ist endlich vorbei“, meinte auch Bürgermeisterin Edeltraud Baumgartl. Sie unterstrich die starke Verbundenheit der Wernecker Bevölkerung mit dem Kreisaltenheim. Es sichere 160 Menschen eine Arbeitsstelle und 213 Senioren einen erfüllten Lebensabend am „Gesundheitsstandort Werneck“.

Im Namen des Planer- und Architektenteams schaute Marianne Ludes, Geschäftsführerin des Berliner Architektenbüros Stefan Ludes, auf die gesteckten Ziele, die vorhandenen Schwierigkeiten und die gelösten Probleme zurück. Insgesamt sei es gelungen, aus bestehenden unglücklichen Situationen neue funktionale Beziehungen und logistische Verbesserungen zu erreichen.

Bessere Arbeitsbedingungen

Das Werk sei im besten Sinne gelungen, biete mehr Lebensqualität und Würde für die Bewohner sowie bessere Arbeitsbedingungen für die Belegschaft. Als quasi „Geburtshelfer“ seien die beteiligten Planer und Baufirmen mit berufsständischer Wehmut froh, „ihr Kind loslassen und in beste Hände übergeben“ zu können.

Den kirchlichen Segen spendeten die beiden Ortspfarrer Hans Martetschläger und Friedrich Lösch. Bei einem anschließenden Rundgang durch Alt- und Neubau sowie die barrierefrei zugänglichen Außenanlagen überzeugten sich die Ehrengäste der Einweihungsfeier von der gelungenen und sehr wohnlichen Sanierung des Heimkomplexes, dessen Nutzfläche sich maßgeblich auf 48 374 Quadratmeter erweitert hat.

Zum Tag der offenen Tür lädt das Kreisalten- und Pflegeheim Werneck, Spitalstraße 2-4, am Sonntag, den 27. Juli, von 13 bis 18 Uhr ein.



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