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Stadt Schweinfurt

Schweinfurt ist eine kreisfreie Stadt im bayerischen Regierungsbezirk Unterfranken. Weiterhin ist sie Verwaltungssitz des gleichnamigen Landkreises. Untrennbar mit Schweinfurt verbunden ist die Wälzlagerindustrie, deren europäisches Zentrum die Stadt ist. Schweinfurt ist nach Würzburg und Aschaffenburg die drittgrößte Stadt Unterfrankens und wirbt für sich mit dem Motto "Industrie und Kunst".

Erstmals urkundlich erwähnt wird die Stadt im Jahr 791: Hiltrih übereignet seinen "in Suuinfurtero marcu" gelegenen Besitz mit Ausnahme einer Hube dem Kloster Fulda (791 IX 12). Im 12. Jahrhundert entsteht die Reichsstadt, welche um 1250 das erste Mal in einer Fehde zwischen den Grafen von Henneberg und dem Fürstbischof von Würzburg zerstört wird. 1282 bestätigt König Rudolf von Habsburg in einem Streit zwischen der Stadt und dem Deutschen Orden Schweinfurts Reichsstadteigenschaft. 1554 wird die Stadt im Markgräfler Krieg ein weiteres Mal zerstört; bis 1615 dauert der Wiederaufbau. 1568/70 erfolgt der Abschluß der Entwicklung der reichsstädtischen Autonomie durch Privilegien Kaiser Maximilians II.: freie Wahl des Reichsvogtes aus den Reihen der Bürgerschaft und Privilegium de non appelando. In dieser Zeit 1570-72 entsteht auch das imposante Renaissance-Rathaus. 

1777 beginnt langsam Schweinfurts Geschichte als Industriestadt, denn Johann Martin Schmidt nimmt die Produktion von Bleiweiß auf. Doch zunächst stehen andere Ereignisse an. 1802 wird Schweinfurt von Kurpfalz-Baiern annektiert, fällt 1810 zum Großherzogtum Würzburg und kommt 1814 Schweinfurt wieder zurück an das Königreich Bayern. Im Jahr 1814 produziert Wilhelm Sattler das berühmte (und hochgiftige) "Schweinfurter Grün" und trug damit zum Ruf Schweinfurts als Zentrum der deutschen Farbenindustrie bei. Doch eine andere Industrie sollte Schweinfurt ab zirka 1890 berühmt machen: die metallverarbeitende Industire und besonders der Bereich Wälzlager. Geprägt wird die Stadt seit ca. 1890 von der metallverarbeitenden Industrie. Größte Arbeitgeber sind heute der Automobilzulieferer ZF Sachs AG (ehemals Fichtel & Sachs), die beiden Wälzlagerhersteller Schaeffler KG (ehemals FAG Kugelfischer) und SKF (Svenska Kullagerfabriken) (vormals Vereinigte Kugellagerfabriken AG (VKF), Fries & Höpflinger) sowie ferner die Bosch Rexroth Mechatronics GmbH (ehemals Deutsche Star) und Fresenius Medical Care.

1943 bis 1945 wird die Stadt im Zweiten Weltkrieg schwer zerstört und im April 1945 von Amerikanern besetzt, ab 1945 erfolgt der Wiederaufbau. 1971 wid die Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt gegründet, 1991 die Bibliothek Otto Schäfer eingeweiht. 1998 beginnt der Bau des Museum Georg Schäfer, das nach zweijähriger Bauzeit, am 23. September 2000 eröffnet wird. Es präsentiert die bedeutendste Privatsammlung deutscher Malerei des 19. Jahrhunderts.

Der Dichter und Orientalist Friedrich Rückert (1788 - 1866) ist ein Sohn Schweinfurts.
Die Stadt Schweinfurt vergibt alljährlich den Friedrich-Rückert-Preis der Stadt Schweinfurt an herausragende Schriftsteller.

Weitere berühmte Schweinfurter sind u.a.

  • Johannes Cuspinian (* 1473; † 1529), Humanist, Dichter, kaiserl. Diplomat 
  • Johann Elias Bach (* 1705; † 1755), Komponist
  • Margarethe Geiger (* 1783; † 1809), Malerin, Zeichnerin, Grafikerin
  • Willy Sachs(* 1896; † 1958), Industrieller, SS-Mann, Sturmbannführer
  • Georg Schäfer (* 1896; † 1975) Unternehmer
  • Erhart Kästner (* 1904; † 1974), Schriftsteller, Bibliothekar
  • Heini Dittmar (* 1911; † 1960), Segelflieger
  • Albin Kitzinger (* 1912; † 1970), Fußballnationalspieler
  • Paul Maar (* 1937), Kinderbuchautor
  • Stefan Marquard (* 20. Juni 1964), Spitzenkoch
  • Tommy Jaud (* 16. Juli 1970); Drehbuchautor, deutscher Schriftsteller



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