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03.07.2009

Quelle: http://www.mainpost.de

GEROLZHOFEN

Dem Tag eine kreative Struktur geben

In der Kurzzeit-Pflegestation „Sonnenschein“ gibt es keine Patienten, sondern Gäste

Seit Mai 2005 gibt es die Kurzzeit-Pflegestation „Sonnenschein“ unter dem Dach der Geomed-Klinik in Gerolzhofen. Weil in deutschen Krankenhäusern die Bettenzahlen reduziert werden mussten, so auch am Geomed, entstand die Idee einer Pflegestation in unmittelbarer Nachbarschaft der Klinik. Heute ist die Geschäftsführung mit der Auslastung sehr zufrieden.    

Obwohl die Zimmer mit ihren rund gewandeten Zugängen, überhaupt die ganze Raumaufteilung noch stark an die Architektur des Geomed erinnern, strahlt die Station „Sonnenschein“ keinesfalls mehr die Atmosphäre eines Krankenhauses aus. Statt medizinischer Apparate an den Wänden nun Bilder und Teppiche, statt steriler Betten und Stühle nun bequeme Liegen und Sessel. Viel Farbe und üppiges Inventar vermitteln eher gemütlichen Wohncharakter. Und die Bewohner heißen in der Station auch nicht Patienten, sondern Gäste. Obwohl sie manchmal doch schon sehr gebrechlich sind.

Der Tag soll für die Gäste der Kurzzeit-Pflegestation „Sonnenschein“ nicht planlos verlaufen, sondern eine Struktur haben. Darum kümmert sich sowohl geschultes Personal als auch ehrenamtliche Helfer. Zum Tagesablauf gehört es auch, sich einfach nur einmal zwanglos zusammenzusetzen und etwas zu „ratschen“.

In die Station „Sonnenschein“ kann kommen, wer nach einem Krankenhaus-aufenthalt noch nicht ganz fit für den Alltag zu Hause ist. Auch wenn ein Betreuer in der häuslichen Pflege einmal in Urlaub fahren möchte oder selbst krank wird, kann der kranke oder gebrechliche „Gast“ in die Station aufgenommen werden.

Die Höchstdauer des Aufenthalts richtet sich nach der Pflegestufe, erläutert Simone Falkenstein, Geschäftsführerin des Kreisaltenheims Werneck, dem auch „Sonnenschein“ angegliedert ist. Nur eins ist klar: Zur Dauereinrichtung dient, wie der Name schon sagt, die Kurzzeitpflege nicht.


Singen, Basteln, Gesprächsrunden

Das Wichtigste auf der Station ist eine aktive und kreative Ausgestaltung des Tages. Dafür sorgen zunächst einmal examinierte Altenpflegerinnen, Pflegehelferinnen und Krankenschwestern. Der Tag soll eine Struktur haben für die Gäste, erklärt Simone Falkenstein. Dazu gehören Angebote wie Singen, Basteln oder Gesprächsrunden.

Sehr dankbar sind die „Pflege-Profis“ den vielen Ehrenamtlichen, die ihnen zur Seite stehen. Auf die Station kommen Mitglieder des ökumenischen Krankenhausbesuchsdiensts. Auch die Leute der Aktion „Eine Stunde Zeit“ lassen sich häufig sehen, um mit den Gästen zu reden oder kleine Aufgaben für sie zu erledigen, etwa, sie in die Krankenhauskapelle zum Gottesdienst zu begleiten. Ein Ehepaar kommt regelmäßig ins Haus, um mit den Bewohnern zu singen.

Auch wenn die Pflegestation organisatorisch und strukturell nichts mit der Geomed-Klinik zu tun hat, ist ihre Nähe doch ein Vorteil, gesteht die Geschäftsführerin. So kommt das Essen aus der Klinik-Küche und im medizinischen Notfall ist ein Gast schnell drüben im Krankenhaus. Im Normalfall werden die „Sonnenschein“-Bewohner aber von ihrem Hausarzt betreut, so, als ob sie zu Hause wären.


14 Betten in Doppelzimmern

Ein großer Vorteil ist auch die Überschaubarkeit der Station mit ihren 14 Betten in Doppelzimmern. „Die Menschen sind erstens nicht weit weg von zu Hause, sie kommen meist aus der Region. Und zweitens haben sie hier eine absolut familiäre Umgebung“, beschreibt stellvertretende Heimleiterin Anna Gierl einen weiteren Pluspunkt. Da sei es möglich, flexibel auf den einzelnen Gast einzugehen.

Einen häufigen Besucher wird man indes künftig etwas weniger auf der Station sehen. Es ist Diakon Schöneich (52), der Heimfürsprecher. Er hatte dieses Amt seit Bestehen inne und gab es nun zum 1. Juli an die Gerolzhöferin Ulrike Radler (53) ab. Ein Heimfürsprecher hat die Aufgabe, bei eventuellen Problemen zwischen Gästen, Angehörigen und Personal zu vermitteln.

Ulrike Radler kommt aus der „Eine-Stunde-Zeit“-Bewegung und hat sich aus dieser Arbeit heraus entschlossen, noch mehr Verantwortung für die Station zu übernehmen.

Diakon Schöneich wird aber aus dem Bild von „Sonnenschein“ nicht verschwinden. Als Seelsorger wird er hier nach wie vor tätig sein und versuchen, den Menschen in Leiden und Gebrechen Trost und Stärkung zu vermitteln.



Text und FOTOS  Norbert Finster

Am Ein- und Ausgang der Kurzzeit-Pflegestation „Sonnenschein“: Der bisherige Heimfürsprecher Diakon Günter Schöneich (links) legt sein Amt in die Hände von Ulrike Radler (2. v. l.).

Mit im Bild die stellvertretende Heimleiterin Anna Gierl (2. v. r.) und die Geschäftsführerin Simone Falkenstein (rechts).



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