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27.11.2018

Quelle: https://www.mainpost.de

WERNECK

Magdalena Merk blickt auf ein Lebens-Jahrhundert zurück

Text und Foto: Gerald Gerstner

 

(geri) In ihrem Geburtsjahr 1918 endete der erste Weltkrieg, stürzte das deutsche Kaiserreich, und die erste deutsche Republik wurde ausgerufen. Magdalena Merk, die am 28. November ihren 100. Geburtstag feiert, kann auf ein langes Leben zurückblicken.

Auch wenn das Alter am Gehör und vor allem an den Augen nicht spurlos vorübergegangen ist, strahlt die gebürtige Werneckerin bei bemerkenswerter Gesundheit und geistiger Frische Zufriedenheit aus. Im Wernecker Elternhaus, das bis zum kürzlich erfolgten Abriss direkt neben dem Rathaus stand, verbrachte sie mit drei Geschwistern nicht nur die Kindheit. Mit ihrer ledigen Zwillingsschwester lebte sie dort bis zu deren Tod 2011 ihr ganzes Leben zusammen. Auch wenn jüngst vom Merk-Haus die Rede war: Bekannt waren die beiden als "die Straßers-Mädli", ihrem Geburtsnamen väterlicherseits. Ein Bruder war bereits im Zweiten Weltkrieg gefallen, der zweite starb vor über 40 Jahren.

Mit ihrem Mann Rudolf, der ebenfalls gebürtiger Wernecker war, trat Magdalena am 23. September 1940 vor den Traualtar. Kriegsbedingt dienstverpflichtet arbeitete sie noch bis 1943 bei der Firma Star in Schweinfurt. Nach der Geburt des Sohnes 1944 standen dann Familie und Haushalt im Mittelpunkt. Nach dem frühen Tod ihres Mannes, er starb nach langer Krankheit 1968, arbeitete sie in verschiedenen Jobs, jahrelang auch als Verkäuferin in einem Schuhgeschäft. In der Büttnerei ihres Vaters hatte sie früh das zupacken gelernt, erinnert sie sich etwa ans gemeinsame Holz sägen mit der großen Handsäge. Einen Beruf hatte sie nach der Volksschulzeit nicht gelernt.

Seit sieben Jahren wohnt sie im Kreisaltenheim und schätzt Kontakt und Unterhaltung der Mitbewohner. Auch weil ihre alten Freunde und Bekannte mittlerweile "alle tot" sind, "Nachteil des hohen Alters", wie sie sagt. Sie erinnert sich an ihre Frauenclique, mit der es jeden Montag ins Wernecker Schwimmbad und danach zum Kaffeetrinken ging. Apropos Schwimmen: Das hat sie, mit einer umgebundenen großen Bonbonbüchse noch in einem von der Wern gespeisten Natur-Bad gelernt, das selbst ältere Wernecker nicht mehr kennen, erzählt sie. Auch den Pensionistenverein Werneck, bei dem sie lange Kassiererin war, gibt es nicht mehr. Es bleibt die Erinnerung an eine schöne Zeit und Ausflüge.

Nach dem Tod des Mannes entdeckte sie mit der Caritas Schweinfurt auch das Reisen. Zweimal im Jahr ging es mit dem Bus beispielsweise nach Südtirol oder in den Schwarzwald. Einmal war sie "sogar in London". Früher gern gemacht hat sie die Arbeit im großen Garten, den die Familie an der Wern hatte. Auch Handarbeiten lagen ihr sehr. Das ihr Augenlicht Häkeln, Stricken und Nähen ebenso wie das Lesen nicht mehr zulässt, damit müsse sie sich abfinden: "Ich bin zufrieden", sagt sie.

Zum Festtag gratulieren Sohn und Schwiegertochter, Enkelin, Urenkel und ein Zwillingspaar, das Magdalena Merk vor gut einem Jahr zur Ur-Ur-Oma machte. Ein Ständchen zum Hundertsten wird der Männerchor vom Haus anstimmen. Überbracht werden wohl auch Glückwünsche der Gemeinde, des Landkreises und der Staatsregierung.

 



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