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11.09.2019

Quelle: https://www.mainpost.de

WERNECK

"PIZZA PAULE" spendierte Pizza für die Altenheimbewohner

Keine Scheu vor Chili und Tabasco: Der Pizzatag kam bei den Senioren des Kreisalten- und Pflegeheims gut an.

Texte und Fotos: Uwe Eichler


"Oh la la, willst du eine Pizza, Pizza wunderba?" Wolfgang Müller, bekannt vom Schleerieth-Eckartshausen-Rundelshäuser Fasching, hat außer dem Akkordeon Marke Hohner auch noch das passende Liedgut der Kölschen "Höhner" dabei, beim großen Pizzaessen im Kreisalten- und Pflegeheim Werneck. Der "Pizza Paule" ist da, alias Paul Katzenberger, Foodtruck-Betreiber und mobiler "Pizzaiolo" aus Eckartshausen. Im italienischsten Ortsteil der Marktgemeinde Werneck gedeiht sogar Vino in Form mehrerer Weinstöcke an der Kirchenmauer. Wolfgang Müller ist ein "Landsmann", der den Speisesaal mit fröhlichem Liedgut rockt. Pfleger, aber auch ehrenamtliche Helferinnen, sorgen für einen schönen Spätsommernachmittag in der Spitalstraße.
 

Alleinunterhalter Wolfgang Müller griff zum Akkordeon.            Foto: Uwe Eichler


Paul Katzenberger lässt 170 der belegten Fladen im gasbetriebenen Durchlaufofen erhitzen, kostenfrei und ehrenamtlich, für die Senioren. Beim Sommerfest war die rollende Pizzeria schon mal da gewesen. Es geht aber auch um "La Familia", schließlich wird Schwiegermutter und Oma Monika Limbach seit vier Jahren im Heim mit seinen 213 Bewohnern betreut.
 

Familien-Pizza: Paul, Max und Stefanie Katzenberger, Oma Monika und Enkelin Hanna mit Heim-Geschäftsführerin Simone Falkenstein.           Foto: Uwe Eichler


Auch Sohn Max ist im Haus kein Unbekannter: Er hat dort Koch gelernt und arbeitet mittlerweile in einem Schweinfurter Ristorante. Seit letztem Jahr sind die Eltern im boomenden Foodtruck-Geschäft unterwegs – als Hobby. Der Truck war am Schweinfurter Zeughaus ebenso im Einsatz wie beim Grettstädter Summer Open Air und ist auch für kleinere Privatfeiern buchbar. Mittlerweile hat "Pizza Paule" eine eigene Facebookseite. "Sohn und Tochter sollen mal übernehmen", sagt Mama Stefanie. Tochter Hanna hat die scharfe Sauce aus selbstgezüchtetem Chili gemischt. Tabasco gibt es natürlich auch, ebenfalls "picante". Gebacken wird jeweils 60 Sekunden lang, bei 300 Grad. Immerhin 32 Kilo Teig mussten vorher geknetet werden. Im Altenheim ist für jeden Geschmack etwas dabei, von der "Speciale" bis zum vegetarischen Tomaten-Mozarella-Belag.

Nein, "schneubert" ist die Generation nicht, die eher mit Schäufele oder Sauerkraut aufgewachsen ist. Kulinarische Vorbehalte gibt es keine, die Multikulti-Abwechslung ist willkommen bei den Signores und Signoras im Seniorenheim: "Unsere Bewohner essen auch Gyros", sagt Heim-Geschäftsführerin Simone Falkenstein. "Es ist Fingerfood", ermuntert eine ältere Dame ihre Nachbarin, zuzugreifen, "man kann es mit den Fingern essen." Auch auf den Zimmern wird fleißig geordert.

In diesem Jahr gilt es ein Jubiläum zu feiern. Vor 130 Jahren soll die erste neuzeitliche Pizza kreiert worden sein, die "Margherita", in den Nationalfarben von "Bella Italia": grün (Basilikum), weiß (Mozarella) und rot (Tomate). Ein findiger Pizzabäcker hat sie anlässlich eines Besuchs des italienischen Königspaares, Umberto und Margherita, in Neapel erfunden: so behauptet es zumindest die Legende.

 



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